Mitmachen erwünscht: „Singfinger“ verbinden Gebärden mit Kinderliedern

Sie singen Kinderlieder – und sie gebärden sie auch. Deshalb nennen sich Meike Walcha und Lucy James die „Singfinger“. Unterwegs sind sie in Kindergärten, in Familien zuhause – und außerdem auf YouTube. Dabei laden sie zum Mitsingen ein.

Die Idee: Gebärden machen Spaß. Zugleich erleichtern sie Kindern mit Einschränkungen, sich verständlich zu machen. Eine der beiden Singfinger, Meike Walcha, hat diese Idee des Singens mit lautsprach-unterstützenden Gebärden aus England mitgebracht. Ihr Sohn, der mit dem Down-Syndrom geboren wurde, gebärdet begeistert. Und so besuchte Meike Walcha Kurse und begann, Gebärden-Singkreise zu organisieren.

Zurück aus England, wieder im Rheinland, begeisterte sie Lucy James für die Idee. Sie ist Filmemacherin Schauspielerin und Sängerin – und Mutter von zwei Kindern, die zweisprachig aufwachsen.

Das Credo der beiden Frauen: mit Spaß Gebärden vermitteln und neue Wege der Kommunikation eröffnen. Unter den verschiedenen Gebärden-Sprachen haben sich die „Singfinger“ für die Kestner-Version entschieden. Sie sei lautsprach-unterstützend und erweitere die Möglichkeiten der Kommunikation hörender Menschen.

Die Evangelische Erwachsenenbildung (eeb) im Evangelischen Kirchenkreis An Sieg und Rhein unterstützt das Projekt Singfinger finanziell und organisatorisch. Leiterin Andrea Eisele: „Wir hoffen, dass so das Miteinander in unserer Gesellschaft gestärkt und Inklusion lebendig wird.“

YouTube-Kanal der „Singfinger"