Entscheidung Organspende - Persönliche, ethische und gesellschaftliche Aspekte

Fr, 8.5.2020 20 Uhr
Kirchenkreis
An Sieg und Rhein
Art der Veranstaltung
Fortbildungen / Seminare / Vorträge
Veranstaltungsort
Ev. Gemeindezentrum Dollendorf
Friedenstr. 29
53639 Königswinter
Ausführliche Beschreibung
Organspende ist in Deutschland immer noch ein Tabuthema.
Über Organspende nachzudenken, bedeutet sich auch mit dem Tod auseinanderzusetzen. Deshalb wird das Thema gerne verdrängt. Aber eine Auseinandersetzung damit ist wichtig. Mit einer eigenen Entscheidung nimmt man unter Umständen seinen Angehörigen eine sehr schwere Entscheidung
und Belastung ab.
Das Thema Organspende geht uns alle an. Für viele Menschen, die auf eine Organspende und Transplantation warten, entscheidet die Antwort dafür oder dagegen über Leben oder Tod. Eine Transplantation ist oft die letzte Chance
für schwer kranke Menschen. Und jeder und jede kann durch einen Unfall oder eine Krankheit in die Situation geraten, auf eine Organ- oder Gewebespende angewiesen zu sein.
Weltweit besteht ein zunehmender Bedarf an Spenderorganen.
Etwa 9.500 Menschen stehen in Deutschland auf der Warteliste für ein Spenderorgan. 2018 gab es bundesweit 955 Organspenderinnen und Organspender. Die öffentliche Debatte hat sich seit Frühjahr 2018 verstärkt mit Ursachen und möglichen Lösungsansätzen der Organknappheit beschäftigt. Im Februar 2019 wurde das „Zweite Gesetz zur Änderung des Transplantationsgesetzes –Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende(GZSO)“ verabschiedet. Im Januar 2020 wird ein neuer Gesetzentwurf zur Regelung der Organspende dem Bundestag vorgelegt.
Die Möglichkeiten der Transplantationsmedizin werfen medizinische, juristische und auch ethische Fragen auf. Zentrale Themen der ethischen Debatte zur Organspende betreffen den Begriff und den Zeitpunkt des Todes, Kriterien der gerechten Verteilung von Organen und die Freiwilligkeit
der Organspende.
Umso wichtiger ist eine fundierte Urteilsbildung für eine Entscheidung. Diese Urteilsbildung soll die Veranstaltung ermöglichen.
Förderbereich
Angebote zur bewussten Wahrnehmung kultureller Prozesse im Kontext von Lebensgestaltung und Existenzfragen
Referent/in
Professorin Dr. Annette Dufner, Professur für Ethik und
Medizinethik am Institut für Wissenschaft und Ethik (IWE) der
Universität Bonn

Moderation:
Dr. Frank Vogelsang, Leiter der Evangelischen Akademie im
Rheinland, Bonn
Ansprechpartner/in - Leitung
Annette Windel
Kosten
kostenfrei
Zusatzinformationen
Die Veranstaltung in der Reihe „Am Achten um Acht“ findet in Kooperation mit der Evangelischen Gemeinde Oberkassel Dollendorf und der Evangelischen Akademie im Rheinland
statt.
Kursnummer
12
Veranstalter / veröffentlicht von:
eeb - Evangelische Erwachsenenbildung

Ringstr. 2
53721 Siegburg
eeb.ansiegundrhein@ekir.de
https://www.evangelische-erwachsenenbildung.de
Fon: 022 41 - 25 215 13
Fax: 022 41 - 25 215 35