Kopftuchfragen

Fotos: Alexandra Bosbeer

Die Gründe für das Kopftuchtragen sind vielfältig

Religion, Kultur, Mode oder Persönlichkeit, für das Tragen eines Kopftuchs haben Frauen viele Motive. Für die einen ist es religiöses Bekenntnis, andere fühlen sich geschützt, manche gedrängt oder sie möchten einen modischen Akzent setzen. Frauen, die ihr Haar nicht verhüllen, sehen das Stück Stoff wiederum häufig als ein Zeichen für die Unterdrückung der Frau. Viele Gründe, viele Fragen.

Frauen sprechen über religiöse und persönliche Gründe

Zu einer Gesprächsrunde für Frauen über religiöse und persönliche Gründe für das Kopftuchtragen lädt die Evangelische Erwachsenenbildung am 10. Dezember 2017 von 15 bis 17 Uhr in den Siegburger ZEITRAUM ein, evangelisches Zentrum für Diakonie und Bildung. Imamin Rabeya Müller aus Köln wird religiöse Gebote und Traditionen im Islam beleuchten. Auch das Christentum kennt die Tradition des Kopftuchtragens. Eine Schwester des Ordens der „Schwestern des Ordens der Christlichen Liebe“ hat ihr Kommen ebenfalls zugesagt. Das Gespräch wird von einer Arabisch-Dolmetscherin übersetzt.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Mein Kopftuch - Dein Kopftuch - Kein Kopftuch“ statt. Im Dezember ist dazu im ZEITRAUM eine Fotoausstellung zu sehen. Fotografin Alexandra Bosbeer zeigt Frauenportraits, die sie während eines Workshops der evangelischen Erwachsenenbildung zum Thema Kopftücher gemacht hat. Mehr als 30 Frauen, in der Mehrheit Kopftuchträgerinnen, kamen im Oktober zusammen, um sich darüber auszutauschen, warum sie das Stück Stoff auf dem Kopf tragen oder auch nicht. Anschließend konnten  die Frauen, die sonst kein Kopftuch tragen, ausprobieren, wie sich das Tuch auf dem Haupt anfühlt.

Termin

10. Dezember 2017, 15 – 17 Uhr
ZEITRAUM, Ringstraße 2/ Ecke Bahnhofstraße
53721 Siegburg

Kontakt: Pfarrerin Katrin Wüst, 022 41 – 25 215 12, wuest@ekasur.de